Die CeBIT ist für mich jedes Jahr Nationalfeiertag. Dieses Jahr war der Besuch am Stand von Sun Microsystems einer der Höhepunkte. Von anderen Administratoren höre ich immer, wie gut die Server von Sun sind. Dabei fällt auch oft der Name „T2000″. Leider konnte ich diesen Server noch nie aus der Nähe erleben. Am Donnerstag, den 15.03 änderte sich das schlagartig.
Am Stand von Sun wurde mir und einem Kommiliton dieser Server vorgeführt.
Unsere Begeisterung für dieses System war nicht mehr zu bremsen. Eine Zahl ließ mich aber nicht mehr los. 32 Threads gleichzeitig. 32 Prozesse in paralleler Verarbeitung. Kurz entschlossen erzählten wir dem freundlichen Herren (Herrn Schmid) von unserem letzten Studienprojekt.
Ein Webcrawler auf Threadbasis. Maximal 20 Arbeitsthreads un drei Verwaltungsthreads. Nur leider war es nicht möglich diese mit unserer Uni-Hardware zu testen. Damals wollten wir schon einen Server mit „Mucki“ haben. Leider schafften wir es nur auf max. zwei Arbeitsthreads (ab da ging unser Spielserver in die Knie). Aber hier hatten wir ein Gerät, das auf parallele Leistung optimiert war. Also fragten wir Herrn Schmid, ob es nicht möglich wäre, uns diesen Traum zu erfüllen. Ein „Ja“ und ein Gespräch mit dem technischen Verantwortlichen später, hatten wir einen Termin für Freitag, den 16.03 zwischen 14 und 15 Uhr.
Der Abend war gerettet. Zu Hause angekommen, wurden die Laptops aufgeklappt und das Programm reviewt. Nichts wäre peinlicher für uns, als das unser Programm am nächsten Tag eine Exception werfen würde. Außerdem musste die Datenbankverbindung entfernt und durch eine einfache lineare Liste ersetzt werden.
Sprüche wie: „Morgen dürfen wir an eine T2000″ oder „Morgen arbeiten wir an einem _würdigen_ Server“ waren an diesem Abend unsere ständigen Begleiter. Freunde, welche an diesem Abend anriefen konnten unsere Begeisterung nicht verstehen, aber diese Leute sind auch keine angehenden Informatiker, mit einem Faible für gute Systeme und Programme. Aber schließlich hat man ja auch ein Leben neben den Bits und Bytes.
Der nächste Tag. Zeit 14:30. Wir kommen am Stand an. Nach kurzem Anstehen und Sprechen mit einem weiteren Mitarbeiter, wurden wir in die Sun-Lounge geführt. Dort wurden wir mit Kaffee und Kuchen bis zum Auftauchen von Herrn Gräf versorgt.
Langsam wurde ich echt nervös. Uns und das Programm trennten nur noch Minuten von DEM Server. Herr Hofweber und Herr Gräf führten uns in die Presselounge und wir wurden mit einem Zugang und einem Notebook für die Sun versorgt. Leider konnte Herr Schmid nicht persönlich anwesend sein.
Nach dem Programmstart ging die Performanceanzeige der T2000 kurz nach oben und sank dann ganz schnell wieder ab. Gleichzeitig wurden wir mit Fehlermeldungen über nicht erreichbare Urls (403) belohnt.
Was war passiert?
Unsere Threadverarbeitung lief wunderbar. Jeder Thread wurde gestartet und arbeitete problemlos. Allerdings geschah dies in einer WAHNSINNIGEN Geschwindigkeit. So interpretierten die Webserver im Internet unsere Crawlingroutinen als DoS-Attacke und wir wurden freundlich mit einem schönen 403 vor die Tür gesetzt.
Schade. Witzig. Coooool. Die SunFire T2000 war zu schnell für unser Programm. Ich habe bis jetzt vieles gesehen, aber einen Rechner, welcher so schnell Netzwerkverbindung ins Internet aufbaut, die Links interpretiert und diese für die nächste Anfrage verwendet, war uns noch nicht untergekommen.
Nach noch ein wenig Geplauder mit Herrn Gräf und Herrn Hofweber verließen wir um 17 Uhr den Stand von Sun Microsystems.
DANKE – Sun Microsystems für diesen tollen Server.
DANKE – Herr Schmid, das sie uns diesen Traum ermöglicht haben.
DANKE – Herr Gräf, für diese exklusive Einführung in die Welt von Sun und Servern.
DANKE – Herr Hofweber, für die tolle Unterstützung und den Zugriff auf ihren Server.